Im Grunde kann man Wolf Schneider uneingeschränkt zustimmen.

🧐 Ich möchte dennoch eine sachliche Betrachtung vornehmen.

1️⃣ Aus Schneiders Aussage lässt sich ableiten, diese Form von Schrift und Sprache hat nichts mit der Behandlung von Menschen oder Minderheiten zu tun. Es geht um Sprache an sich, von „Verhohnepipelung“ (Schneider) bis hin zu deren Zerstörung.

✋🏼 Solltest du bereits jetzt Schaum vor den Mund bekommen, geh gern weiter.
Ich äußere hier meine persönliche und fundierte Meinung sachlich, und falls ich in irgendeiner Form von dir tituliert werden sollte, sagt dies gar nichts über mich aus, dafür sehr viel über dich.
(Es bedürfte eines eigenen Beitrags über die Toleranz solcher „Gender-Gutmenschen“, die ich in der Tat kennenlernen durfte.)

2️⃣ Das Gehirn ist in der Lage, fehlende Buchstaben und sogar ganze Wortteile beim Lesen zu ergänzen. Wer nicht versteht und akzeptiert, dass „Gender“-Formen dies stören und verhindern, kann einem im Grunde nur leid tun.

3️⃣ Hauptwörter sind zunächst vollkommen geschlechtsneutral, denn sie werden bspw. nach der simplen Regel gebildet, die Infinitiv-Endung eines Verbs wegzulassen und die Endung „er“ anzuhängen – mehr nicht.
🧰 bohren ⇢ Bohrer
🍭 lutschen ⇢ Lutscher
🧑🏻‍🏫 lehren ⇢ Lehrer
👷🏻 mitarbeiten ⇢ Mitarbeiter
Erst das Anhängen der Endung „in“ macht aus dem geschlechtslosen Lehrer und Mitarbeiter eine Frau. 🤷🏻‍♂️

4️⃣ Darüberhinaus findet im Deutschen die Zuordnung der Artikel scheinbar ohne erkennbare Regel statt, denn Schneider betont ebenso, es gäbe keinerlei Zusammenhang zwischen dem natürlichen und dem grammatikalischen Geschlecht. Weshalb sollte es ansonsten „der Löffel“ und „die Gabel“ heißen?
Entsprechend im Plural:
🔄 „der Gast“, „die Gäste“
🔄 „der Kollege“, „die Kollegen“
🔄 „der Mitarbeiter“, „die Mitarbeiter“

❣️ Es ist leicht zu erkennen: Ich beziehe mich in den Ausführungen ausschließlich auf Sprache – mehr nicht.

👉🏼 Schlussfolgerung und These
✘ „Gendern“ in Wort und Schrift umgehend einstellen.
✘ Obige Ausführungen machen deutlich, es stellt einen Missbrauch der Sprache dar, den es zu verhindern gälte.
✘ Ich mache nicht mit – niemals.
Denn Sprache ist ein intuitiver Teil meiner Persönlichkeit und ich würde bei der Verwendung angesprochener Absonderlichkeiten Ahnungslosigkeit oder Ignoranz gegenüber meiner Muttersprache offenbaren. Zudem ließe ich mich ideologisch motiviert instrumentalisieren, da es wie erwähnt zu keinem Zeitpunkt um ein Abbild dessen geht, wie ich Menschen tatsächlich behandle.

Eine dem Menschen zugewandte Haltung äußert sich in Werten und Taten, oder dem Respekt, den ich dem Gegenüber entgegenbringe, oder der Toleranz, die ich aufbringe.
Sicherlich nicht darin, anderen vorzuschreiben, wie sie zu sprechen, zu schreiben oder zu lesen haben.
Im Übrigen geht dies der Mehrheit „auf den Sack“.