„Ihr Produkt wird abgelöst. Sie werden nicht mehr benötigt.“

Diese Botschaft erschütterte meine berufliche Zukunft.

In 30 Sekunden.

  1. Januar 2025, 9:30 Uhr.

Mein Chef und ich sitzen im Großen Besprechungszimmer unseres Großhandels-Kunden, uns gegenüber der neue Geschäftsführer. Nach der Übernahme vor drei Jahren erfolgte die Integration der Firma in ein etabliertes System mit 30 Filialen.

Die Agenda: „Strategische Ausrichtung 2026“.

Ich erwarte eine normale Besprechung, möglicherweise neue Feature-Wünsche an unser Warenwirtschaftssystem.

Dann der Satz, der mein Leben verändert:

„Zum Jahreswechsel wird Ihr Produkt abgelöst.“

Stille.

Mein Chef wird blass. Ich starre den Geschäftsführer an.

„Wir haben entschieden: SAP ist die Zukunft.“

Meine Gedanken rasen: Unser System ist besser als SAP. Flexibler. Benutzerfreundlich. Allerdings nicht in den 30 Filialen ausgerollt.

„Bis ins erste Quartal des kommenden Jahres gilt die bisherige Geschäftsbeziehung.“

Die vor 30 Jahre implementierte Warenwirtschaftssoftware? – Austauschbar. Meine sieben Jahre Softwareentwicklung? – Obsolet.
Von jetzt auf gleich.

Nach Verlassen des Firmengeländes sagt mein Chef mit sichtlich betroffener Miene zu mir: „Du benötigst eine neue Zukunft.“

Im Anschluss treffe ich eine der wichtigsten Entscheidungen meines Lebens:
KI wird meine Zukunft.

Nicht aus Leidenschaft. Aus Notwendigkeit.

Nicht morgen. Umgehend.

Heute, ein gutes halbes Jahr später, kann ich sinngemäß sagen: „SAP hat mir den größten Wendepunkt meines Lebens eröffnet.“

Ohne diese Entscheidung hätte ich mich zum damaligen Zeitpunkt nicht mit KI beschäftigt, nie die Ausbildung zum KI-Trainer begonnen, mich niemals autodidaktisch zum KI-Entwickler ausgebildet.
Hätte nie Daniela kennengelernt.
Hätte nie VAaaS entwickelt.

Manchmal muss das Alte sterben, damit das Neue entstehen kann.

Der 27. Januar war nicht der Tag, an dem meine Karriere endete.

Es war der Tag, an dem ich mich neu erfand.

Welcher Moment hat Dein Leben komplett auf den Kopf gestellt?
War es eine Kündigung? Ein gescheitertes Projekt? Ein unerwarteter Anruf?

Es ist hilfreich, solche Momente zu teilen. Erzähl mir von Deinem „27. Januar“.